Grünkapitalist

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Die neue Sachlichkeit.

Archive for the ‘In eigener Sache’ Category

Die Sache mit dem Öl

Monday, June 28th, 2010
Seit Jahren versuche ich in Gesprächen darauf hinzuweisen, dass das Erdöl schlicht zur Neige geht. Und seit Jahren höre ich von 90% der Gesprächspartner solch gelungene Analysen wie “Geh, hör auf. Schon als ich vor 40 Jahren in die Schule ging, haben sie gesagt, dass Öl ist 2000 aus. Und immer gibts noch eines.”

Ich habe es satt, dann immer von Neuem end- und sinnlos diskutieren zu müssen, warum der Spritpreis dann nicht viel höher ist, als er ist, wenn doch das Erdöl angeblich schon aus ist und warum dann der Verbrauch trotzdem noch steigt usw.. All das ist nämlich auch mir ein Rätsel.

Fakt ist: die Ölindustrie ist Meisterin im Beschwichtigen. Während im Golf von Mexiko gerade eines der üppigsten Ölfelder der letzten Zeit einfach ins Meer rinnt und sich dadurch erstmals auch “Öl-Gläubige” um ihre Energiezukunft Gedanken machen, bläst man in den weltweiten Medien die Fanfaren der Beruhigung. Keine Sorge! Es ist genug Öl für alle da. So schreibt der ORF heute:

Eine Gruppe britischer Firmen soll Zeitungsberichten zufolge ein riesiges Ölfeld in der Nordsee entdeckt haben. Das Feld könnte das größte sein, das in rund zehn Jahren in der Nordsee gefunden wurde, berichtete die “Sunday Times”. Die Firma Encore Oil wolle die Entdeckung in den kommenden Tagen bekanntgeben.

In dem Gebiet nahe der Ostküste von Schottland sollen bis zu 300 Millionen Barrel Öl liegen. Etwa die Hälfte daraus könne gefördert werden, hieß es. Derzeit werde weitergebohrt, um herauszufinden, ob der Fund Teil eines Systems sein könnte, in dem sich sogar bis zu 800 Millionen Barrel Öl verstecken.

300 Mio. Barrel. Das sind 47.700.000.000 Liter Erdöl. Wow! Das klingt schon nach etwas! Davon kann die Hälfte unter hochriskaten Bedingungen gefördert werden. Bleiben immer noch stattliche 23.850.000.000 Liter Öl.

Mit dieser unglaublichen Menge (und das wird leider nicht dazu gesagt), kann der Weltbedarf 2 Tage lang gedeckt werden. In Worten: ZWEI Tage lang. Jetzt könnte man einwenden, dass der Weltbedarf ja nicht durch diese eine Quelle gestillt werden muss.

Die Wahrheit ist: seit 1980 übersteigt der Verbrauch die Funde. Bei Weitem.

Jetzt ist es natürlich eher ungünstig, wenn von einer Ware mehr verbraucht als gefunden wird. Das hat sogar Katar bemerkt, das beginnt, seine Fluglinie auf synthetischen Treibstoff umzustellen. Katar hat Ölvorkommen von geschätzten 3700 Mio. Barrel.

Wie das alles zusammenspielt, wo wir stehen und wohin wir gehen, zeigt dieser Vortrag von Michael Cervany, den ich gerne jedem ans Herz legen möchte:

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es liegt an uns, die geeigneten Antworten zu finden.

Ich bitte um Ihre Vorzugsstimme!

Tuesday, May 25th, 2010
Sie entscheiden bei der Wahl am 30. Mai, in welche Richtung unser Burgenland geht. Deshalb bitte ich Sie vor allem, wählen zu gehen.

Ich selbst trete zu dieser Wahl auf der Liste der Grünen an, weil ich dafür sorgen möchte, dass die Landespolitik nicht nur von Ex-Fussballern und Partei-Apparatschiks gestaltet wird. Als grünliberaler Unternehmer bin ich davon überzeugt, dass kluge Wirtschaftspolitik für alle Menschen ist. Für Arbeitgeber ebenso wie Arbeitnehmer – für Selbständige ebenso wie für Arbeitssuchende.

Weniger Föderalismus und gezielte Förderung von Kleinst- und Mikrobetrieben, die Stärkung der Regionen und regionaler Wertschöpfung und der Stopp von Alibi-Projekten, die phantasielos Millionen von Tourismus- und Wirtschaftsfördergeldern verschlingen – für all das stehe ich. Ökosoziale Marktwirtschaft hat für mich dabei Priorität, ebenso wie eine ehrliche Sachpolitik.

Die Grünen sind die einzige Partei, die regionale Wertschöpfung und faire Bedingungen für alle Menschen des Burgenlandes immer ins Zentrum ihres Handelns stellen.

Darum bitte ich Sie am Sonntag um Ihre Vorzugsstimme.

Ich habe in den letzten Jahren, Monaten und Wochen hier auf gruenkapitalist.com immer wieder meine Positionen dargelegt. Eine Zusammenfassung finden Sie unter dem Menüpunkt Landtagswahl 2010.

Entgegen der Behauptungen von Landeshauptmann Niessl kann man bei dieser Landtagswahlen nicht erstmals den Landeshauptmann per Vorzugsstimme direkt wählen. Was man aber erstmals kann ist, einen Kandidaten einer Partei per Vorzugsstimme unabhängig von seiner Listenposition vorzureihen. Sie entscheiden also mit Ihrer Vorzugsstimme nicht nur über die Art und Weise, wie zukünftig die Landespolitik aussieht, sondern auch darüber, wie Grüne Politik aussieht. Ich kann Ihnen als grünliberaler Kandidat versprechen, dass meine Art der Politik ehrlich, sozial, nachhaltig und fair ist.

Ich danke Ihnen schon jetzt von ganzem Herzen für Ihr Vertrauen,
Christian Schreiter

PS: Ich benötige für ein Vorzugsstimmen-Mandat mehr als 500 Vorzugsstimmen. Es zählt also jede Stimme und ich würde mich freuen, wenn Sie mich nicht nur mit Ihrer Stimme unterstützen, sondern auch Verwandten und Freunden von mir erzählen. Denn gemeinsam können wir die burgenländische Politik positiv gestalten!

Daniel Cohn-Bendit leidenschaftlich

Thursday, May 13th, 2010
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YouTube DirektDaniel Cohn-Bendit

Veränderung ist wählbar!

Wednesday, February 3rd, 2010
Plakat

Ein grünliberales Angebot an die WählerInnen

Saturday, January 30th, 2010
Heute fand die Landesversammlung der Grünen Burgenland statt – und zwar jene Landesversammlung, bei der die Landesliste zur Landtagswahl im Mai 2010 gewählt wurde.

Ich selbst habe es geschafft, währenddessen krank im Bett zu liegen, habe aber natürlich trotzdem für Platz 4 kandidiert. Ich danke an dieser Stelle meinem Ghostredner und Landessprecher der Grünen, Josko Vlasich, fürs Einspringen.

Bei meiner Kandidatur habe ich nicht mit der Tatsache hinterm Berg gehalten, dass ich vor allem grünliberales Gedankengut in mir trage und auch meine Rede war nicht frei von Ironie und Winken mit dem Zaunpfahl. Besonders freut mich daher das Wahlergebnis: fast 88% der Stimmberechtigten fanden mich unterstützenswert. DANKE!

Den Inhalt meiner Rede möchte ich den geneigten LeserInnen nicht vorenthalten: (more…)

Eine andere Politik gestalten.

Saturday, January 16th, 2010
Ich habe mich um Platz 4 auf der Landesliste der Grünen Burgenland zur Landtagswahl beworben. Das zieht drei Fragen nach sich: “Warum gerade Platz 4?”, “Warum kandidiere ich überhaupt?” und “Was sind meine Positionen?”.

Warum Platz 4?
Für Platz 1 hat sich – als Wunschkandidat der Partei – Michel Reimon beworben und ich halte ihn, obwohl wir ideologisch vermutlich diametral auseinander liegen, für einen guten Spitzenkandidaten. Ich hätte daher gerne auf Platz 3 kandidiert, was mir aber aufgrund eines positiv frauendiskriminierenden Wahlrechts nicht möglich ist. Ist der Spitzenkandidat ein Mann, kann erst der vierte Platz wieder von einem Mann eingenommen werden. Also beanspruche ich gerne diesen Platz.

Hinzu kommt das neue burgenländische Wahlrecht, das sehr, sehr stark auf Vorzugsstimmen aufbaut. Wer mich also im Landtag sehen will, kann mich direkt wählen. Bekomme ich mehr Vorzugsstimmen als die Menschen vor mir, hat (grüne) Politik ein neues Gesicht!

Warum kandidiere ich überhaupt?
Ich bin davon überzeugt, dass den Grünen (nicht nur im Burgenland) einerseits eine gewisse bodenständige Handschlagqualität und andererseits eine Hinwendung zum progressiven Bürgertum gut stehen würden. Beides trifft auf mich zu.

Wofür stehe ich?
Ich stehe im Allgemeinen für eine grünliberale Politik. Dazu zählt:

  • Ich will Politik für die Allgemeinheit machen und nicht Partikularinteressen verfolgen.
  • Ich will zukunftsgerichtete Lösungen voranbringen und nicht das Ewiggestrige bewahren.
  • Ich will einen konstruktiven Beitrag leisten und keine ideologischen Grabenkämpfe führen.
  • Ich politisiere sachbezogen und unverkrampft, meine Ziele sind konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.
  • Die persönlichen Freiheiten sowie die Stärken unserer Gesellschaft und Wirtschaft sind zu fördern und zu sichern.
  • Mein zentrales Anliegen ist die Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit hat drei Komponenten, eine ökologische, eine wirtschaftliche und eine soziale. In allen drei Bereichen will ich keine kurzfristigen Lösungen sondern langfristige, eben nachhaltige Ziele verfolgen.

Dafür stehe ich im Besonderen:

  • Das Burgenland ist geprägt von ländlichem Raum und regionaler Wirtschaft. Beides möchte ich stärken und so eine Lebensregion aus unserem Land machen, auf die wir stolz sein können, in der Tourismus nicht beim Bau von Thermen halt macht, Wirtschaftsförderung nicht ausschließlich auf KMUs zugeschnitten ist, Pendlertum nicht unbedingt zum Usus gehören muss und Menschlichkeit und Miteinander nicht vom parteipolitischen Couleur abhängt.
  • Das Schüren von Angst vor dem Fremden oder vor Krisen führt zu keinen Lösungen. Wir müssen die Probleme des Landes objektiv und unter Beteiligung der BürgerInnen analysieren und lösen.
  • Die Aufteilung von Politik in Links und Rechts hat in einem modernen Staat mit aufgeklärter Bevölkerung nichts zu suchen. Ich stehe für eine Politik ohne Berührungsängste.
  • Ich stehe für einen schlanken Staat und eine schlanke Regierung.
  • Ich stehe für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
  • Ich stehe für ein progressives Bürgertum.

Ich lade Sie also ein, sich mit mir zu vernetzen, auszutauschen und mir bei der Landtagswahl Ihr Vertrauen zu schenken! Gemeinsam können wir Politik neu gestalten!

So können Sie sich mit mir vernetzen, um am neusten Stand zu bleiben, Ideen mit mir auszutauschen und mich zu unterstützen:

Facebook: facebook.com/christian.schreiter
Twitter: twitter.com/gruenkapitalist
formspring: formspring.me/gruenkapitalist
Grüne Wirtschaft: gruenewirtschaft.net

Das bedingungslose Grundeinkommen als Anliegen & Community: bedingungslos.net

Wunderschöne Performance

Friday, October 16th, 2009

Was ist Geocaching?

Tuesday, September 29th, 2009
Endlich muss ich das nicht mehr ständig erklären, sondern kann es – dank dem Burgenländischen Kabelfernsehen (www.bkf.at), das darüber einen Beitrag in “Burgenland aktuell” am Freitag, 25.09.2009, gestaltete in dem ich darüber sprechen darf – zeigen:

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BlogDay 2009

Monday, August 31st, 2009
Blog Day 2009

Beim Lesen des BäckBlogs wurde ich auf den BlogDay 2009 aufmerksam, den ich für eine nette Sache halte. Hier also – live aus dem Urlaub, den ich nur kurz für den BlogDay unterbreche – meine 5 Favoriten:

BäckBlog
Gerald Bäck schreibt über Politik, Kultur und Alltägliches aus einer privaten, aber sehr objektiven und treffenden Sicht. Ich lese in diesem Blog immer wieder sehr gerne – einfach deshalb, weil mir Gerald das Gefühl gibt, mit meiner Weltanschauung nicht ganz alleine dazustehen.

Alte Knacker
An diesem Gemeinschaftsblog interessieren mich vor allem die Beiträge von Andy. Dieser nimmt sich kein Blatt vor den Mund, pfeift auf politische Korrektheit und sagt, wie er es sich denkt. Dass er damit sehr oft (nur vordergründig) meilenweit von meiner Meinung entfernt ist, spielt dabei keine Rolle. Ich mag Leute mit “Handschlagqualität” – und Andy ist so einer.

PedroBlog
Peter Drössler ist quasi grünwirtschaftlicher Kollege und einer der wenigen regelmäßigen Blogger aus dieser Richtung. Das alleine genügt, um in meinen persönlichen Top 5 zu sein :-)

DigiActive
Schon rein aus beruflichen Gründen ist dieser Blog gleichsam Pflicht und immer wieder für Inspirationen gut.

Michael Köpfli
Er bloggt als grünliberaler schweizer Politiker. Das ist erstens gut so und zweitens ist es für mich interessant zu lesen, was sich “da drüben” so tut – in einem Land, das zwei Grünparteien verträgt.

So, das war mein Beitrag zum BlogDay 2009. Viel Spaß beim Schmökern!

Ethikunterricht: ja bitte! Laizismus: nein danke!

Thursday, August 6th, 2009
Seit längerer Zeit verfolge ich auf Facebook und in der Blog-Welt die beiden Initiativen “Buskampagne” und “Laizismusinitiative“. Und von Anfang an ärgere ich mich über beide Kampagnen. Einerseits, weil sie mit sinnloser Provokation und (vor allem im Fall der Buskampagne) mit aufdringlichem missionarischem Eifer arbeiten -  andererseits weil ich mich als gern praktizierender Katholik (nicht römisch-katholisch, was ja oft mit “Katholik sein” gleichgesetzt wird) über die Art und Weise, wie andere über meinen persönlichen Glauben urteilen, wunderbar aufregen kann. Letztlich reden bei beiden Kampagnen die “Blinden” vom Licht und beide Kampagnen werden so plötzlich dahingehen wie sie dahergekommen sind.

Aber: beide Kampagnen beinhalten letztlich doch zumindest eine Forderung, mit der ich mich identifizieren kann – die nach einem Ethikunterricht. Ich finde nämlich auch, dass Religionsunterricht nicht unbedingt in Schulen stattfinden muss. Im Gegenteil. Ich würde mir eine Schule wünschen, in der alle Kinder statt im jeweiligen Religionsunterricht zu sitzen, in einer Stunde gemeinsam an Themen arbeiten. Moslems, Christen, Hinduisten und alle anderen könnten so voneinander lernen und die Welt ein Stück besser machen.

Dennoch halte ich Religion für wichtig. Kulturell sowie psychologisch. Ich möchte keine Welt, in der es gar keine Religion gibt. Ich möchte aber auch keine Welt, in der nur eine einzige Religion, eine einzige Kirche das Monopol besitzt.

Und genau hier irrt die Laizismusinitiative inhaltlich. Schafft man die Verknüpfung von Staat und Kirchen ab, bezahlt der Staat anerkannten Religionsgemeinschaften keine Religionslehrer mehr, dann trifft das in Österreich alle Kirchen – ausser die römisch-katholische. Diese kann sich “private” Religionslehrer leicht leisten – im Gegensatz zu fast allen kleineren Kirchen und Religionsgemeinschaften. Führt man also morgen den Laizismus ein, so gibt es übermorgen ein Religionsmonopol. Und das ist allemal unfairer als der momentan recht gut funktionierende “Spagat” zwischen Staat und Religion.

Letztlich gilt (zitiert aus einer Summary des Katholischen Laienrates über die  Grüne Position zu diesem Thema):

Ethikunterricht in der Schule als Unterrichtsprinzip ist eine grundsätzliche Notwendigkeit und ist unabhängig von der Frage des Religionsunterrichts zu behandeln. Ethikunterricht ist im öffentlichen Interesse gelegen, Religion ist Privatsache. Ersterer muss gesichert, zweiterer ohne Behinderung möglich sein.

Und ohne staatliche “Subvention” ist Religionsunterricht nur für ein, zwei riesengroße Kirchen ohne Behinderung möglich. Daher gilt für mich (neben anderen Aspekten): Laizismus – nein danke!