7800 UrlauberInnen mehr sind kein Grund zum Jubeln
December 17th, 2009 at 15:24+ 7.800 ankommende UrlauberInnen …
Bricht man den 2,4% Nächtigungszuwachs auf die Ankünfte herunter, merkt man schnell, dass lediglich 7.800 Urlauber mehr als im Vergleichszeitraum den Weg in das Burgenland gefunden haben. Diese sind im Schnitt etwas länger geblieben als bisher, was zur Anhebung der Nächtigungszaheln beitrug.
bleiben im Schnitt 3 Nächte da.
Im Schnitt bleibt ein Urlauber im Burgenland 3 Tage. Also etwas länger als noch 2008, was zum Zuwachs an Nächtigungen um eben die erwähnten 2,4% führt.
Aber nicht wegen der Seewinkeltherme.
Sowohl Niessl, der ja immerhin seine Gedenktherme verteidigen muss, als auch Resetar führen den Zuwachs an Nächtigungen auch auf die Seewinkeltherme zurück. Denkfehler dabei: Im Oktober hatte diese Therme noch nicht offen.
Die Kosten: 5,7 Millionen Euro. Minimum.
Zur Erreichung dieser statistischen Jubelwerte waren laut Resetar 5,7 Mio. Euro Fördermittel notwendig. Das sind 7 Euro pro Gast. Nicht eingerechnet bestehende Verpflichtungen und diverse Garantien etc. für die maroden Thermenbetriebe. Letztlich wird jeder Gast vermutlich mit sicherlich 14 Euro subventioniert. Auch nicht wenig, wie mir scheint.
Fazit
Das Burgenland ist touristisches Ziel 1 Gebiet – denn weder 7.800 UrlauberInnen mehr, noch die Tatsache, dass die Aufenthaltsdauer durchschnittlich nur 3 Tage kurz ist, sind ein Grund zum Jubeln. Es ist schön, dass einige wenige Menschen mehr den Weg zu uns gefunden haben, das Land und seine Tourismusbetriebe werden aber zukünftig noch viel mehr Hirnschmalz in nachhaltige Tourismusprojekte einfließen lassen müssen. Die Urlauber brauchen einen Grund, warum sie eine ganze Woche hier bleiben sollen. Diesen Grund werden sie nicht in einem Thermenbesuch oder im Besuch eines der zahlreichen sehr guten Sommerfestspielen finden. Was das Burgenland braucht sind nachhaltige, profitable touristische Konzepte mit einem Alleinstellungsmerkmal. Hier kann der einzelne Tourismusbetrieb nur bedingt Akzente setzen – hier ist der “Verein” Burgenland-Tourismus gefragt (der sich nach dem Abgang von Gucher endlich auch neu positionieren kann).
Links:
ORF -Resetar bejubelt die 2,4%
SPÖ – Niessl bejubeltdie 2,4%
Statistik Austria – die nackten Zahlen
Burgenland Tourismus – ein Verein mit Potential






