Die Angst geht um, bei Burgenlands UnternehmerInnen …
January 29th, 2010 at 13:54Denn im Unterschied zu einem Outing als Blauer – welches jederzeit auf Verständnis stößt, weil sowohl SPÖler als auch ÖVPler mehr oder weniger insgeheim ohnehin mit braunem Gedankengut liebäugeln – bekommt man als Grüner jederzeit und überall in diesem langen, aber nicht nur geografisch schmalen, Bundesland die blanke Angst des Gegenübers zu spüren, sich durch blossen Kontakt mit einem Grünen selbst als Anhänger eines linkslinken Gedankengutes zu erkennen zu geben. So ging es Josko Vlasich, der sein Mandat in der Lehrervertretung letztlich aufgrund eines Mangels an Mitstreitern verlor, weil über einem als Grün-Geouteten ständig das Damoklesschwert der Dienstversetzung ans Ende der Welt schwebt. Und so geht es auch mir. Schön dabei: wir geben beide nicht auf
Drei Schmankerl aus den letzten Wochen, in denen ich für die Grüne Wirtschaft UnterstützerInnen und KandidatInnen suchte, um in möglichst vielen Fachgruppen bei der Wirtschaftskammerwahl antreten zu können:
- Da war der Unternehmer, der uns bereits 2005 unterstützte. Diesmal aber nicht, weil nach seiner letzten Unterstützung dann länger keine Kunden mehr kamen.
- Da war die Unternehmerin, die zwar für uns kandidieren wollte, wozu es dann aber nicht kam, weil sie in der Zwischenzeit schon zahlreichen Besuch erhalten hatte, der Fragen stellte wie: “Haben sie keine Angst, dass keiner mehr einkaufen kommt, wenn sie sich für die Grünen engagieren?” Natürlich sinkt da der Mut ins bodenlose und sie entschied sich, nicht zu kanditdieren – weil das Hemd liegt doch näher als der Rock.
- Da war die Unternehmerin, die ihr Engegement für die Grüne Wirtschaft zurücklegen musste, weil sie sonst einen existenzsichernden Auftrag nicht bekommen hätte.
Kurzum: wer sich als Unternehmer im Burgenland bei den Grünen engagieren will, braucht gute Nerven und darf keinen Cent auf das Gerede der Menschen geben. Denn natürlich finden beinahe täglich Einschüchterungsversuche statt. Bei grünen LehrerInnen, grünen UnternehmerInnen, grünen ArbeitnehmerInnen. Und natürlich bleiben selbige stets “unter der Decke”, weil im direkten Vergleich “Job” oder “Grün” einfach “Job” siegt.
Nachdenklich stimmt aber die Tatsache, dass diese Mafiamethoden, egal ob von ÖVP- oder SPÖ-Seite, in der heutigen Zeit überhaupt angewandt werden. Das ist demokratiefeindlich und lächerlich.
Krass, irgendwie.
Nun, trotzdem werde ich weiterkämpfen und meine grüne Mission in diesem Land nicht aufgeben. Und ich hoffe auf den Mut der grünaffinen WählerInnen in den Wahlzellen, diesem Land den richtigen Spin zu geben.
Ach ja: Gott sei Dank gibt es trotzdem viele mutige UnternehmerInnen, die sich gemeinsam mit mir der Wahl stellen. So werden wir am 1./2. März in 15 Fachgruppen wählbar sein, auf 40% der Stimmzettel stehen und – so die Wähler das wollen – genügend Stimmen bekommen, um einen Platz im tiefschwarzen Wirtschaftsparlament zu ergattern. Und danach verändern wir die Wirtschaftspolititk! So schauts aus!
Sehr gut drückt das alles unser Video aus, dass ich Ihnen nicht vorenthalten will:






